Ein witziges Buch über ein schrulliges Wesen: den Menschen. Wir nehmen Dinge wahr, die gar nicht existieren. Wir täuschen uns permanent, und logisches Denken ist eher die Ausnahme. Was tun mit diesem Murks im Kopf? Die Evolution hatte ein Problem, als sie das menschliche Gehirn konstruierte: Da sie es nicht einfach abschalten konnte, musste sie die neuen Bauteile mehr oder weniger passend irgendwie auf die alten pfropfen. Dabei ist Murks entstanden, wohin man auch blickt - ein Flickwerk aus alten und neuen Strukturen, die sich andauernd in die Quere kommen. Zum Beispiel bei ökonomischen Entscheidungen, denn die Programme für den vermeintlich rationalen Umgang mit Tauschwerten (heute vor allem Geld) sind direkt mit den Instinkten der Nahrungsbeschaffung verknüpft. Kann man etwas gegen neuronale Kurzschlüsse tun? Ja. Zum Beispiel kein vages Ziel setzen ("Ich will sechs Pfund abnehmen"), sondern konkrete Wenn-dann-Pläne entwickeln ("Wenn ich Pommes frites sehe, werde ich sie nicht essen"). Warum das besser ist? Weil das Stammhirn, das nach den Fritten lechzt, auch gut mit Wenn-dann-Plänen umgehen kann.
Autoreninfo
Gary Marcus ist Professor für Psychologie an der New York University und leitet dort mit seiner Frau das Infant Language Learning Center, das den Spracherwerb von Kleinkindern erforscht.
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Gary Marcus ist Professor für Psychologie an der New York University und leitet dort mit seiner Frau das Infant Language Learning Center, das den Spracherwerb von Kleinkindern erforscht.
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