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Gott, Gene und Gehirn

Warum Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität
2., korr. Aufl. 2009. 254 S. 23 cm. 450g.
Einband: Kartoniert
Verlag: Hirzel, Stuttgart
ISBN: 9783777616780
Produktart: Sachbuch
grün sofort lieferbar
24,00 € (D) | 24,70 € (A)*
* Alle Preise inkl. Mehrwertsteuer. Das Sommermärchen geht weiter: Bis zum 31. August 2010 liefern wir innerhalb Deutschlands und Österreichs portofrei. Die Portokosten für Lieferungen in die Schweiz und die anderen EU-Staaten betragen € 3,50.
Mit der Wissenschaft dem Glauben auf der Spur

Wissenschaftler sind dem Geheimnis des Glaubens auf der Spur: Hirnforscher entdecken, was im Kopf religiöser Menschen vor sich geht – Molekularbiologen suchen nach Gottes-Genen – Religionsdemographen erklären, warum Atheisten weniger Kinder haben – Evolutionspsychologen entschlüsseln den biologischen Ursprung und Nutzen von Religiosität und Spiritualität.

Offenbaren ihre erstaunlichen Forschungsergebnisse eine übernatürliche Wahrheit? Oder zeigen sie eine clevere Strategie der Natur, die bis heute alle Kulturen prägt?

Dieses provokante Buch ist eine Einführung in den aktuellen Stand der Forschung. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet es die Grundlagen des Glaubens und das Rätsel Religion.

Über die Autoren: Der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume betreibt den beliebten Blog "Natur des Glaubens" auf SciLogs.de
Der Wissenschaftsjournalist Rüdiger Vaas ist bekannt für seine zahlreichen Buchveröffentlichungen und Beiträge vor allem in bild der wissenschaft.

Rezensionen

10.04.09
Rüdiger Vaas und Michael Blume erklären, warum Religionen so verbreitet sind
Spätestens wenn zwei Trends sich kreuzen, schlägt die Stunde der Publizisten. Einerseits beflügelte Richard Dawkins mit seinem provokanten Buch "Der Gotteswahn" (Spektrum der Wissenschaft 11/ 2007, S. 118) die Debatte um Religion und Wissenschaft; insbesondere das junge Gebiet der Neurotheologie lieferte dem alten Reizthema neue Nahrung. Andererseits tobt nach wie vor, im Darwinjahr neu...

Leserbewertungen

30.04.09  
Leserbewertung: Gott, Gene und Gehirn

Über die menschliche Religiosität sind in den letzten Jahren viele Bücher geschrieben worden, aber nur wenige sind wissenschaftlich so gut fundiert wie das vorliegende Buch. Es ist zweifellos ein Glücksfall gewesen, dass sich der Neurobiologe Rüdiger Vaas und der Religionswissenschaftler Michael Blume zusammengefunden haben, um das hoch interessante, aber auch sehr komplexe Thema „Evolution der Religiosität“ aus verschiedenen Perspektiven so darzustellen, dass auch für Nichtfachleute der neueste Stand der Forschung auf diesem Gebiet verständlich wird. Um das zu erreichen, müssen die Autoren allerdings weit ausholen und insbesondere die Bereiche Evolutionstheorie, Soziobiologie, Kognitionspsychologie und Neurotheologie näher erläutern. Dabei wird aber nie das eigentliche Thema aus den Augen verloren und der Text ist auch sprachlich so gestaltet, dass man gerne weiter liest. Zur besseren Verständlichkeit tragen außerdem etliche Abbildungen und Tabellen bei. Trotzdem fordert das Buch seinem Leser schon eine gewisse intellektuelle Anstrengung ab, dafür wird er aber durch wirklich neue Einsichten und Erkenntnisse belohnt.
Dr.Heinrich Zankl
27.10.08  
Viel besser als erwartet
Ein hochinteressantes Thema und Buch – auch wenn ich zunächst skeptisch war. In Zeiten des religiösen Fundamentalismus, aber auch der naiven Wissenschaftsgläubigkeit ist eine differenzierte Beschäftigung mit dem Phänomen der Religion selten und umso dringlicher. Die Autoren haben diese Herausforderung gemeistert. Anfangs hatte ich schwere Bedenken, weil Dr. Michael Blume seit Jahren damit hausieren geht, dass Religion gut und nützlich sei, weil sie Kinder produziert – als wäre die Überbevölkerung und damit massive Ressourcenverknappung nicht mit ein Grund der vielen Probleme unserer Welt, Religionskriege inklusiv. Doch seine andernorts aufdringlichen missionarischen Töne findet man hier allenfalls zwischen den Zeilen – vielleicht ein Verdienst des Lektorats… Die Religionsdemografie spielt eine Rolle, aber sie ist auf ein erträgliches Maß beschränkt. Sehr löblich die detailreiche Diskussion, woraus Religion bzw. Religiosität (oder Spiritualität) besteht. Da könnte sich mancher Theologe eine Scheibe abschneiden. Die Evolutionsszenarien sind allerdings ziemlich hypothetisch, aber das wird auch eingestanden. Interessant auch der Vergleich mit dem Schreiben: Obwohl weit verbreitet und vorteilhaft und im Hirn verankert, ist es – im Gegensatz zum Sprechen – nicht direkt ein Anpassungs-, sondern eher ein Beiprodukt. Das ist auch die mir plausiblere Lesart von Religion: nicht eine Adaptation, sondern eine Nebenerscheinung von adaptierten Funktionen. Ob sie nützt, ist dann wohl eher eine Frage der persönlichen Geschmacksbewertung. Aber das Buch drängt dem Leser/der Leserin keine Meinung auf, sondern stellt Daten, Ideen und Argumente bereit, damit sich der Leser/die Leserin selbst eine Meinung bilden kann. Mehr davon!!
Frau Schraber
16.10.08  
Sehr lehrreiche Übersicht
Man muß schon aufmerksam lesen, denn das Buch ist dicht und sehr informationsreich geschrieben. Doch alles ist gut verständlich und nachvollziehbar, logisch gegliedert und analytisch. Eine bessere Definition von "Religion" udn "Religiosität" und "Spiritualität" als in diesem Buch kenne ich nicht - und ich habe schon viele gelesen. Davon ausgehend untersuchendie Autoren, was nun eine biologische Grundlage sein könnte und warum. Sie kommen nicht zu einem eindeutigen Ergebnis, aber das spricht FÜR, nicht gegen das Buch. Weil Marktschreier gibts viele, doch differenzierte Analysen sind der Wahrheit näher. Und die ist, daß momentan die Antwort noch offen ist, ob der Glaube ein reines Evolutionsprodukt ist, ein Nebenprodukt davon oder ein infektiöser, vielleicht sogar gefährlicher "Memplex" (so Dawkins, dessen Arbeiten allerdings zu wenig ausführlich gewürdigt werden). Habs mit viel Gewinn und Aha-Einsichten gelesen.
B. K., Bremen
15.10.08  
Leserbewertung: Gott, Gene und Gehirn
Eine hervorragende und sehr aktuelle Übersicht mit vielen eigenen, teils konrären Argumenten und Befunden der Autoren. Die evolutions- und neurobiologische Perspektive wird nicht jeden Leser überzeugen, und manchem geht sie vielleicht nicht weit genug - gerade auch im Hinblick auf die weltanschaulichen Konsequenzen. Aber das Buch vermittelt sehr viele Fakten, fast zu viele, und regt zum Selber/Weiterdenken an. Im Gegensatz zu vielen oberflächlichen Veröffentlichungen wird hier hohes Niveau geboten. Dieses Buch nimmt man nicht nur einmal zur Hand.
Gernot F. (Student)
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