Dr. Rolf Froböse arbeitete nach dem Studium der Chemie in Göttingen als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Max-Planck-Gesellschaft und war Ressortleiter beim Technologiemagazin highTech und Chefredakteur der Zeitschriften Chemische Industrie und Europa Chemie. Seit 1995 berichtet er als freiberuflicher Wissenschafts- und Wirtschaftsjournalist über Themen aus Forschung und Technik.
Rezensionen
23.09.08
Der Zufall hat zwei völlig unterschiedliche Gesichter, meint der Wissenschaftsjournalist Rolf Froböse in seinem Buch "Die geheime Physik des Zufalls". Ein völlig triviales und eines, das auf Quanten beruhen könnte. Was ist daran wahr?
Leserbewertungen
Leserbewertung: Die geheime Physik des Zufalls
Ich habe das Buch zwangsläufig "in einem Zug" gelesen, weil ich die Lektüre so spannend fand, dass ich die Lektüre einfach nicht beiseite legen konnte. Insbesondere die Mischung aus authentischen Geschichten und den gehaltvollen Diskussionen der beiden Physiker Alfred und Zacharias hat mir sehr gut gefallen.
Fazit: Uneingeschränkt empfehlenswert!
Dr. Berndt Münzmann, Berlin-Charlottenburg
28.09.08
Leserbewertung: Die geheime Physik des Zufalls
Falls es eine geheime Physik gibt, so bleibt sich auch nach der Lektüre der locker gesetzten 127 Seiten im Verborgenen. Die Verbindung zwischen Quantenphänomenen und Schicksal ebenso.
Entgegen des Autors Befund, wir wären im wissenschaftlichen Bereich „ziemlich sicher, dass es den Zufall eigentlich gar nicht geben kann“ (S. 9), sind wir seit mehr als fünfzig Jahren ziemlich sicher, dass es den Zufall gibt. Und zwar den „eigentlichen“, den objektiven Zufall.
Entgegen der üblichen Trennung in vermeintlichen – subjektiven – Zufall (überraschendes Zusammentreffen von Kausalketten; zufällig erscheinendes Ereignis aufgrund mangelnder Information; Muster ohne erkennbare Ordnung) und objektiven Zufall (z.B. radioaktiver Zerfall) teilt der Autor in Zufall „erster“ und „höherer Ordnung“, eine Hierarchie, die ich nicht sehe.
Von einem Buch mit 127 Seiten, davon neunzig Seiten mit Anekdoten, kann man nicht viel Klärung verlangen. Dies weiß der Käufer aber erst nach der Lektüre (ausser sie/er liest diese Besprechung). Die spärliche Sachinformation ist zudem ungenau formuliert oder oftmals völlig spekulativ. Enttäuschend.
Herbert Huber, Wasserburg am Inn
Leserbewertung: Die geheime Physik des Zufalls
Anhand zahlreicher Fallbeispiele demonstriert der Autor eindrucksvoll, dass der Zufall zwei unterschiedliche Gesichter hat. Das eine zeigt uns die triviale Seite, von der wir uns immer wieder narren lassen und vergeblich nach einem "höheren Sinn" suchen. Das andere Gesicht hingegen, der Zufall höherer Ordnung, ist dem Autor zufolge im eigentlichen Sinne kein Zufall mehr, weil er auf Zusammenhängen basiert, die von der Wissenschaft erst jetzt ansatzweise erforscht werden. Die packenden Beispiele untermauert der Autor mit einer nicht minder spannenden Diskussion, in der zwei Physiker in einer für den Laien absolut verständlichen Form nach einer quantenphysikalischen Erklärung für Phänomene suchen, die an übernatürliche Dinge erinnern. "Es gibt keine Übernatur, aber eine noch unentdeckte Natur", schreibt der Autor sinngemäß.
Extrem spannend fand ich die Beispiele, welche die Unsterblichkeit der Seele physikalisch untermauern.
Hans-Heinrich Koch (Koblenz)