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Dem Rätsel des Riechens auf der Spur, 2 Audio-CDs

Grundlagen der Duftwahrnehmung. 155 Min.
2006. Mit Booklet. 123g.
Einband: CD-ROM, Audio-CD
Verlag: Suppose Verlag
Bestell Nr.: 2245
ISBN: 9783932513701
Produktart: Hörbücher
Nachdruck. Folgt laut Verlag 12/2010
24,80 € (D) | 24,80 € (A)*
* Alle Preise inkl. Mehrwertsteuer. Portofreie Lieferung innerhalb Deutschlands und Österreichs. Die Portokosten für Lieferungen in die Schweiz und die anderen EU-Staaten betragen € 3,50.
Bevor Lebewesen sehen und hören konnten, waren sie in der Lage zu riechen.

In 500 Millionen Jahren der Evolution war es der Geruchssinn, der dem Gehirn ein wichtiges Fenster zur Welt geöffnet hat, der informierte, was essbar ist oder giftig, welches der richtige Sexualpartner ist, und der zu Orientierung, Warnung und Sozialverhalten beitrug. Bei den primitiven Wirbeltieren machte das Riechhirn den größten Teil des gesamten Gehirns aus und die neuronalen Mechanismen der Signalverarbeitung, die sich dabei entwickelten, standen Modell für alle anderen Sinne wie Sehen oder Hören.

Trotz seiner ungeheuren Komplexität und Leistungsfähigkeit organisiert sich auch das menschliche Gehirn immer um das olfaktorische System.

Für den Menschen hat dieses archaische Sinnessystem weit weniger an Bedeutung verloren, als gemeinhin angenommen wird. Düfte können Auslöser für Sympathie und Antipathie sein, Stimmungen und Emotionen beeinflussen, das Sozial- und Sexualverhalten steuern, den Hormonstatus verändern und als chemische Kommunikationsmittel dienen. Auch körperliche Funktionen können direkt beeinträchtigt werden.

Bislang war nur wenig über den molekularen Hintergrund der Duftwahrnehmung bekannt.

Die Komplexität der Geruchswelt ist wohl Hauptgrund für dieses Wissensdefizit. Wir können unbegrenzt viele Duftstoffe wahrnehmen und mehr als 10.000, selbst in äußerst geringen Konzentrationen, unterscheiden.

Was aber geschieht, wenn ein Duftmolekül auf der Riechschleimhaut absorbiert wird und von der Riechsinneszelle ein elektrischer Strom zu unserem Riechhirn weitergeleitet wird?

Inhalt:

CD1:
  1. In der Riechschleimhaut
  2. Duftsensoren
  3. Die Familie der Riechrezeptoren
  4. Entdeckung der menschlichen Riechrezeptoren
  5. Von der Nase ins Gehirn
  6. Unser Riechhirn
  7. Duftmischungen
  8. Der direkte Draht ins limbische System
  9. Dufterziehung
  10. Evolution des Riechsystems bei Tier und Mensch
  11. Chemische Kommunikation
  12. Sexualdüfte (Pheromone)
  13. Schweißgeruch
  14. Eigenduft

CD2:
  1. Angstduft
  2. Adaptation
  3. Riechverlust und Regeneration
  4. Gewichtsregulation durch Düfte
  5. Klinische Diagnose mit der Nase
  6. Antidüfte
  7. Geruch und Manipulation
  8. Riechen im Schlaf
  9. Aromatherapie
  10. Die Nase der Spermien
  11. Riechrezeptoren außerhalb der Nase
  12. Exkurs: Der Geschmackssinn
  13. Der riechende Schmerznerv
Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, geboren 1947, ist Inhaber des Lehrstuhls für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum. Mit seinem Team identifizierte er als erster menschliche Riechrezeptoren und entdeckte, dass diese auch ausserhalb der Nase vorkommen - in der Haut, im Schmerznerv, aber auch in Spermien, denen mittels Duftlockstoffen der Weg zur Eizelle gewiesen wird...

Rezensionen

23.03.07
Was Riechzellen Erstaunliches leisten
Die meisten Säugetiere wären verloren, wenn sie nicht schon kleinste Geruchsspuren wahrnehmen und aus diesen eine Fülle von Informationen ableiten könnten. Umgekehrt bedeutet eine reizempfindliche Nase aber auch viel Stress. Bei Menschen können körperliche Ausdünstungen keine größeren Schäden anrichten. Ihr Geruchssinn ist im Vergleich zu vielen Tieren geradezu verkümmert. Trotzdem...
18.01.07
Der Kommentar "Das hat lecker geschmeckt" nach einem guten Essen ist eigentlich nicht korrekt, denn ein Großteil der angenehmen Empfindung beruht auf dem Geruch. Überhaupt beeinflusst der Geruchssinn das Leben mehr als man denkt, und er ist permanent da, lässt sich nie ausschalten. Auch deshalb ist Hanns Hatt "dem Rätsel des Riechens auf der Spur".

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