Überflieger oder Problemkinder? Hochbegabte erkennen und fördern
Nicht erst seit Erscheinen der PISA-Studie hat sich die Eliteförderung vom Ruf eines Tabuthemas befreit. Mit Aiga Stapf stellt eine auf diesem Gebiet besonders ausgewiesene Psychologin den aktuellen Stand der Hochbegabtenforschung und der daraus resultierenden konkreten Maßnahmen vor. Ein wichtiges Buch für Eltern, Lehrer und Erzieher, für Psychologen und den an Bildungsfragen interessierten Laien.
Das Buch von Aiga Stapf gibt einen umfassenden und differenzierten Einblick nicht nur in die gegenwärtige psychologische Erforschung der Hochbegabung und ihre Ergebnisse, sondern stellt darüber hinaus die zentralen diagnostischen und beratenden Schritte der konkreten Beratungspraxis vor. So wird auf die Persönlichkeit, Entwicklung und Lebensbedingungen hochbegabter Kinder ebenso eingegangen wie auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen hochbegabten Mädchen und Jungen. Wichtige Aspekte wie die Rolle der Familie, des Kindergartens und der Schule werden dabei ebenso ausführlich behandelt wie die Frage nach Inhalt und Zweck der psychologischen Beratung von Hochbegabten. Ein aktuelles und ausgewogenes Buch, das kompetent informiert und berät.
Inhalt:
Vorwort
Einleitung: Hochbegabte fordern uns heraus
- Was heißt hochbegabt?
- Begabung und Intelligenz
- Intellektuelle Hochbegabung
- Hochbegabung und Leistung: Ein Bedingungsgefüge für herausragende Intelligenzleistungen
- Anlage und Umwelt
- Einmal hochbegabt, immer hochbegabt?
- Das Problem der Evidenz durch Einzelfälle
- Zur Persönlichkeit hochbegabter Kinder und Jugendlicher
- Körperliche Merkmale und physische Attraktivität
- Das Denken Hochbegabter
- Sind Hochbegabte sozial kompetent(er)?
- Bedürfnisse und Motive
- Interessen
- Temperament: Sensitiv und selbstsicher?
- Introversion und Extraversion
- Hochbegabte Mädchen und Jungen: Ein Geschlechtervergleich
- Kleiner Unterschied - große Wirkung
- Körperliche Merkmale, Sinnesleistungen und Motorik
- Das Miteinander-Umgehen der Geschlechter: Soziales und emotionales Verhalten
- Sind Frauen intelligenter? Verbale, mathematische und räumlich-technische Fähigkeiten
- Interessen und Lieblingsbeschäftigungen
- Selbstvertrauen und Selbstbewertung
- Mädchen werden seltener als hochbegabt erkannt
- Zur Entwicklung hochbegabter Kinder
- Entwicklungspsychologische Besonderheiten bei Hochbegabten: Asynchrone Entwicklungen?
- Frühreif: Ein verwirrender Begriff
- Hochbegabte Säuglinge und Kleinkinder
- Hochbegabte Vorschulkinder
- Passung: Ein entwicklungspsychologisches Modell, das auch für Hochbegabte paßt
- Psychologische Diagnostik und Beratung bei Hochbegabung
- Warum wenden sich Eltern an Beratungsstellen für Hochbegabte?
- Nutzen der (Früh-)Erkennung
- Der diagnostische Prozeß
- Psychologische Tests: Intelligenz- und Leistungstests
- Anwendung von Intelligenztests bei Vorschulkindern
- Intelligenztests für Schulkinder
- Intelligenztests für ältere Schüler und Jugendliche
- Spezielle Leistungstests
- Anamnese, Exploration und Verhaltensbeobachtung
- Schätz-(Rating-)Skalen, Fragebogen und Checklisten
- Nominationsverfahren
- Diagnostische Kompetenz
- Aufgaben psychologischer Beratung: Vorbeugen ist besser als heilen
- Brauchen Hochbegabte eine (spezifische) Beratung?
- Wodurch entstehen Probleme?
- Therapie: Wann - wofür - für wen
- Beratung durch Laien: Selbsthilfegruppen und Elternvereine
- Hochbegabte in ihrer Familie
- Förderlich und hemmend: Familiäre Strukturmerkmale, Erziehungsstile und Anregungsbedingungen
- Beobachtungen und Erfahrungen aus der Beratungspraxis
- Geschwister von Hochbegabten
- Hochbegabte im Kindergarten
- Kindergarten oder Vorschule? Bildung im Kindergarten
- Erzieherinnen: Ihr Einfluß auf hochbegabte Kinder
- Gleichaltrige Spielkameraden: Von Hochbegabten gefordert und überfordert
- Kindergärten und Kinderakademien für Hochbegabte
- Früheinschulung
- Hochbegabte in der Schule
- Unterforderung: Langeweile macht freudlos
- Underachiever: Schlechte Schulleistungen bei hoher Intelligenz
- Lehrer für Hochbegabte?
- Mentoren
- Fördern: Anregen und Fordern
- Integrative, beschleunigende Maßnahmen: Vorzeitige Einschulung und Überspringen einer Klassenstufe
- Spezialklassen und Spezialschulen für Hochbegabte
- Waldorfschulen
- Peers: Gleichaltrig oder gleichartig?
- Mitschüler - Klassenkameraden
- Freunde
Anmerkungen
Literatur
Beratungsstellen, Verbände und Internetadressen
Aiga Stapf ist Diplom-Psychologin und Akad. Oberrätin an der Universität Tübingen. Sie leitet zudem die Arbeitsgruppe „Begabungs- und Persönlichkeitsentwicklung“ im Rahmen der fachpsychologischen Beratung von Eltern. Ihre langjährigen Forschungen zur Hochbegabung wie auch ihre stark frequentierte Beratungsstelle für besonders begabte Kinder haben sie zu einer der gefragtesten Expertinnen für dieses Thema gemacht.
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