Anstelle von materiellen Dingen wird heute in unserer Gesellschaft
vorwiegend Wissen produziert. Kultur als der Zusammenhang aller
möglichen Interaktionen in einer menschlichen Gesellschaft fixiert und
transformiert das historisch erwachsene Wissen, in dem sich diese
Kultur etabliert. Wissen ist dabei auch nicht einfach die Summe der
einzelnen Köpfe dieser Kultur, da diese ihr Wissen ja immer erst im
Zusammenhang der Kultur, in der sie agieren, gewinnen und fixieren
können.
Was sind dann aber die Kriterien, an denen Wissen und Information zu bemessen sind, und inwieweit sind Wissen und Information dabei dann überhaupt voneinander abzugrenzen? Informationen sind zunächst einfach nur Mitteilungen oder Nachrichten. Solche Informationen sind, suche ich sie zu verwenden, dann aber auch zu bewerten, also auf den Gesamtkontext der schon verfügbaren Informationen zu beziehen. Diese Informationen werden demnach einander zugeordnet. Erst in dieser Ordnung entsteht Wissen. Schließlich werden in der Strukturierung der Informationen die Nachrichten zu den Teilen eines Ganzen, in dem sich ein Bild formiert, was mehr ist als die Summe seiner Teile. Der Autor untersucht die Bezugsrahmen, in denen Wissen entsteht. Dabei entdeckt er eine Art übergeordnete Instanz, die einzelne Daten zu bewerten erlaubt. Der Text berührt sowohl alte philosophische Traditionen wie auch – ausgehend von neurobiologischen Befunden – die mathematisch-technischen Funktionen einer modernen Wissenschaftskultur.
Olaf Breidbach studierte Kunst, Philosophie, Biologie und Paläontologie. 1982 Dr. phil., 1984 Dr. rer. nat; seit 1995 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Naturwissenschaften; Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Direktor des Museums Ernst-Haeckel-Haus, Leiter des Bereichs Theoretische Biologie an der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät der Universität Jena, Mitglied des Vorstandes des Sonderforschungsbereichs 482 "Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800".
Was sind dann aber die Kriterien, an denen Wissen und Information zu bemessen sind, und inwieweit sind Wissen und Information dabei dann überhaupt voneinander abzugrenzen? Informationen sind zunächst einfach nur Mitteilungen oder Nachrichten. Solche Informationen sind, suche ich sie zu verwenden, dann aber auch zu bewerten, also auf den Gesamtkontext der schon verfügbaren Informationen zu beziehen. Diese Informationen werden demnach einander zugeordnet. Erst in dieser Ordnung entsteht Wissen. Schließlich werden in der Strukturierung der Informationen die Nachrichten zu den Teilen eines Ganzen, in dem sich ein Bild formiert, was mehr ist als die Summe seiner Teile. Der Autor untersucht die Bezugsrahmen, in denen Wissen entsteht. Dabei entdeckt er eine Art übergeordnete Instanz, die einzelne Daten zu bewerten erlaubt. Der Text berührt sowohl alte philosophische Traditionen wie auch – ausgehend von neurobiologischen Befunden – die mathematisch-technischen Funktionen einer modernen Wissenschaftskultur.
Olaf Breidbach studierte Kunst, Philosophie, Biologie und Paläontologie. 1982 Dr. phil., 1984 Dr. rer. nat; seit 1995 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Naturwissenschaften; Direktor des Instituts für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Direktor des Museums Ernst-Haeckel-Haus, Leiter des Bereichs Theoretische Biologie an der Biologisch-Pharmazeutischen Fakultät der Universität Jena, Mitglied des Vorstandes des Sonderforschungsbereichs 482 "Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800".
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